Am 7. Dezember treffen sich beim 10. RadioNetzwerkTag in der Evangelischen Akademie Frankfurt Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten, erfahrene Radiomachende und Radiointeressierte. Die Teilnahme ist kostenlos.
Wie gelingt guter Radiojournalismus? Welche Fähigkeiten brauchen Journalistinnen und Journalisten heute und in Zukunft? Und welche beruflichen Wege führen in die Branche? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich der 10. RadioNetzwerkTag am 7. Dezember in Frankfurt am Main.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für Radio und Audio interessieren – vom Uniradio über das Volontariat bis hin zu erfahrenen Redakteurinnen und Redakteuren. Neben dem Austausch bietet das Programm Gelegenheit, journalistische Fähigkeiten zu vertiefen, neue Ansätze kennenzulernen und berufliche Perspektiven zu entdecken.
10 Workshops beim RadioNetzwerkTag 2026
Den Auftakt macht eine Keynote von Julia Krittian, Programmdirektorin des Hessischen Rundfunks. Ergänzend dazu bieten zehn Workshops am Vor- und Nachmittag praxisnahe Einblicke in unterschiedliche Bereiche des Radiojournalismus.
Sportjournalistin Sina Wende, Gewinnerin des Deutschen Radiopreises 2026 in der Kategorie „Beste Newcomer“, zeigt im Workshop „Vom Spielfeld zur Story: Sportjournalismus in 90 Minuten“, wie aus Sportereignissen gute Geschichten werden. Dabei geht es um prägnante Sportmeldungen, Interviews nach Niederlagen und Themen jenseits von Ergebnissen und Spielberichten.
Musikmoderation und Podcasts
Wie Moderationen einen persönlichen Zugang zur Musik schaffen und zugleich zum jeweiligen Sender passen, vermittelt Sarah Mibus, Musik- und Strategieberaterin und ehemalige Musikplanerin bei 1LIVE. Ihr Workshop trägt den Titel „Gefühle vs. Infos – die Musikmoderation“.
Um den Aufbau erfolgreicher Audioangebote geht es bei Gavin Karlmeier, Journalist und Host des Podcasts „Haken dran“. Er gibt Einblicke, wie aus einem Podcast eine Marke mit Livetour, engagierter Community und digitalen Zusatzangeboten werden kann.
Volo-Ambulanz mit Netzwerk Journalismus
Medienjournalistin und Deutschlandfunk-Moderatorin Brigitte Baetz widmet sich der Frage, wie Medien ausgewogen über Populismus berichten können. Im Mittelpunkt stehen dabei der journalistische Auftrag, die Dynamiken sozialer Medien und der Umgang mit gezielten Provokationen.
Auch der Berufseinstieg kommt nicht zu kurz: Andreas Fauth, Vorsitzender des Netzwerks Journalismus, bietet mit der „großen Volo-Ambulanz“ Orientierung für angehende Journalistinnen und Journalisten. Der Workshop beleuchtet unterschiedliche Wege in den Beruf – mit oder ohne Volontariat, nach dem Studium oder über alternative Einstiege.
RADIOSIEGEL 2026 zeichnet gute Ausbildung aus
Weitere Workshops beschäftigen sich mit der Kunst des Smalltalks, Humor im Radio, dem Nachrichtenangebot „nachrichtenleicht“ und der Frage, wie Radio im Jahr 2040 aussehen könnte.
Ein Höhepunkt des Nachmittags ist die Verleihung der RADIOSIEGEL 2026. Ausgezeichnet werden private Radiosender, die ihren journalistischen Nachwuchs besonders fundiert, praxisnah und crossmedial ausbilden. Das RADIOSIEGEL setzt damit ein Zeichen für Qualität in der Volontariatsausbildung und für gute Rahmenbedingungen beim Einstieg in den Radiojournalismus.
So kannst du beim RadioNetzwerkTag dabei sein
Der 10. RadioNetzwerkTag findet am 7. Dezember 2026 in der Evangelischen Akademie Frankfurt statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Das vollständige Programm, ausführliche Beschreibungen der Workshops und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung gibt es auf der Website des RadioNetzwerkTags.
Wer veranstaltet den RadioNetzwerkTag?
Der RadioNetzwerkTag wird gemeinsam von der Grimme-Akademie, der Medienanstalt Hessen, der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, der Landesanstalt für Medien NRW, der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und dem Netzwerk Journalismus veranstaltet.
Unterstützt wird die Veranstaltung von der der Evangelischen Akademie Frankfurt und der Initiative RADIOSIEGEL. Gemeinsam setzen sich die beteiligten Institutionen für den Austausch in der Radiobranche, die Qualität journalistischer Arbeit und gute Perspektiven für den journalistischen Nachwuchs ein.