Jetzt sind wieder alle Volos dran: Sie können ihren ihren Sender ab sofort wieder für das Radiosiegel vorschlagen. Es zeichnet private Radiostationen in Deutschland aus, die eine besonders gute Ausbildung für ihren journalistischen Nachwuchses anbieten.
Medienlandschaft im Wandel
In einer Zeit, in der sich Medienlandschaften rasant verändern, Desinformation zunimmt und demokratische
Werte unter Druck geraten, kommt der fundierten Ausbildung junger Journalistinnen und Journalisten eine besondere Bedeutung zu. Pressefreiheit und unabhängiger, sorgfältig recherchierter Journalismus sind tragende Säulen einer lebendigen Demokratie. Sie sichern Meinungsvielfalt, Transparenz und einen offenen gesellschaftlichen Diskurs.
Gute Ausbildung ist wichtig
Umso wichtiger ist es, dass Volontärinnen und Volontäre im privaten Hörfunk umfassend, praxisnah und verantwortungsbewusst ausgebildet werden. Grundlage der Bewertung ist die Checkliste für eine gute Hörfunkausbildung. Diese definiert Qualitätsstandards wie strukturierte Ausbildungspläne, regelmäßige Feedbackgespräche, journalistische Schulungen, crossmediale Kompetenzen und faire Rahmenbedingungen, etwa eine angemessene Vergütung.
Jury entscheidet über Vergabe der Radiosiegel
Eine ehrenamtliche Jury aus Medienprofis entscheidet, welche Sender diese Kriterien in besonderer Weise erfüllen und ihren journalistischen Nachwuchs nachhaltig fördern. Unter anderem gehört Andreas Fauth, Vorsitzender von Netzwerk Journalismus, der Jury an.
Volos schlagen eigene Sender vor
Bewerbungen einreichen können ausschließlich Volontärinnen und Volontäre der Sender. Sie sind aufgerufen, ihre eigene Ausbildungsstätte bis zum 27. März 2026 auf der Radiosiegel-Website für das Radiosiegel 2026 vorzuschlagen.
Das erwartet die ausgezeichneten Volos
Alle ausgezeichneten Sender werden zur feierlichen Preisverleihung im Rahmen des 10. RadioNetzwerkTags
am 3. Dezember 2026 nach Frankfurt am Main eingeladen. Darüber hinaus dürfen sie jeweils eine Volontärin oder einen Volontär zu einer exklusiven Medienexkursion nach Berlin entsenden. Die Reise bietet Einblicke
in politische Institutionen, Medienhäuser und den journalistischen Alltag in der Hauptstadt. Sie
ermöglicht wertvolle Kontakte und fördert den direkten Austausch zu Medien- und Demokratiefragen.
Das ist die Initiative Radiosiegel
Die Initiative Radiosiegel setzt sich dafür ein, die Qualität im privaten Hörfunk zu stärken und damit
den nachhaltigen Erfolg der Sender bei Hörerinnen und Hörern zu sichern. Netzwerk Journalismus ist Teil der Initiative. Getragen wird sie außerdem von den Landesmedienanstalten aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen sowie von der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Rundfunk, der Arbeitsgemeinschaft katholischer Privatfunkredakteurinnen und -redakteure, dem Deutschen Journalisten-Verband, dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik und dem Grimme-Institut, der Mediaschool Bayern. Gemeinsam geben sie Impulse für eine professionelle und multimediale Ausbildung von Volontär:innen im Radio.